Teegespräch Nr. 42 – Japanische Keramik in der Region Nagoya
Im Winter reist Meng Lin in der Regel nach Taiwan, um ihre Familie zu sehen. Meng Lins Schwester organisiert dabei oft auch eine Reise nach Japan für sie beide, so auch dieses Jahr. Dieses Mal ging es nach Nagoya. Die Gegend von Nagoya ist bekannt für japanische Teekeramik.
Meng Lin erzählt, warum die Nagoya sowie die Orte Seto oder etwa Tokoname für japanische Keramik und Teekultur bedeutend sind. Die heute bekannten Teegefässe aus Japan kommen viele aus dieser Gegend. Im 19. Jahrhundert erst haben sich japanische Keramikmeister nach Yixing begeben, um dort einen Eindruck zu bekommen von der chinesischen Yixing Keramik und deren Herstellung. Daraufhin haben die japanischen Meister ihre chinesischen Pendants nach Japan eingeladen, um von ihnen zu lernen. Aus diesem interkulturellen Austausch ist die heutige Keramik aus der Gegend von Nagoya entstanden.
Auf ihrer Reise konnte Meng-Lin ein paar Teekannen und -Becher erwerben und mitnehmen. Sie testet die Gefässe, degustiert den Tee darin, um zu sehen, ob sie für Tees wie komplexere Oolongs geeignet sind. Wir freuen uns auf deine kommenden Berichte dazu!
Ausblick 2025
Im Oktober 2025 plant Meng-Lin zusammen mit Juwelier Weinbeck, Meister Lo Senhao (Tenmoku-Schalen) und dem Fotografen Neil Webb eine Tenmoku-Ausstellung. Weitere Informationen folgen.
Im April bereits erscheint eine Ausgabe des Magazins «Spuren» mit Tenmoku-Poesie von Meng-Lin Chou und die entsprechende Fotografie von Neil Webb (siehe Bild unten)
Hören Sie dazu Meng-Lin Chou (ca. 16 Minuten)